340 KM Radfahren auf dem Vennbahnweg – An Einem Tag

By Tim Kroeger Juni 2, 2019 Abenteuer, Lifestyle, Radfahren

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Einen ganz langen Tag im Sattel. Das war unser Ziel für den Vatertag. 

Aus der Idee in die Eifel zu fahren, um ein paar Höhenmeter mit dem Rennrad zu sammeln, wurde dann eine 3-Länder Tour über den Vennbahnweg von Deutschland, durch Belgien bis nach Luxemburg.

Die Tour war mit insgesamt 340km die längsten Strecke, die wir bisher an einem Stück gefahren sind.

Schau:

Es ist 5 Uhr morgens. Draussen wird es langsam hell, es nieselt leicht und die Temperatur liegt bei ca. 8°. Wir haben beide schlecht geschlafen und sind trotz Kaffee noch nicht ganz fitt.

Wir haben uns schon um 5 Uhr morgens auf den Weg gemacht um die 300km an einem Tag zu schaffen.

Von Hochneukirch, einem kleinen Dorf in der Nähe von Mönchengladbach fahren wir zunächst über unsere üblichen Trainingsstrecken bis nach Eschweiler. Es geht tendenziell bergauf und der Wind kommt von vorne.

Genau die Konstellation, die man sich um diese Uhrzeit eigentlich nicht wünscht.

In Eschweiler treffen wir Jan-Niklas vom Embrace The World Cycling Team. Er kennt die Gegend sehr gut und hat spontan angeboten uns zur Vennbahn zu führen und ein Stück zu begleiten. 

Wir haben Jan-Niklas vom Embrace the World Cycling Team in Eschweiler getroffen. Er unterstützt uns auf den ersten Kilometern.

Der Vennbahnradweg ist der “längste grenzüberschreitende, zusammenhängende Rad- und Wanderweg Europas auf stillgelegten Eisenbahntrassen” (StaedteRegionAachen)

Er hat eine Gesamtlänge von 130 km mit eisenbahntypischen, sehr geringen Steigungen von im Schnitt 1 bis 2 Prozent.

Angekommen auf der Vennbahn! Ab jetzt geht es ohne Ampeln und Verkehr weiter bis nach Luxemburg.

Es ist 8 Uhr als wir endlich auf der Vennbahn ankommen. Ab jetzt geht es abseits der vielbefahrenen Straßen ohne Ampeln und sonstigen Hindernissen weiter bis nach Luxemburg.

Der Radweg ist in einem hervorragenden Zustand und so früh morgens auch noch nicht so stark befahren. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kleinere Schotterpassagen, die aber auch mit dem Rennrad gut zu befahren sind.

Wir sind jetzt sechs Stunden auf dem Rad unterwegs und der Kopf wird langsam müde. Die wunderschönen Landschaften rechts und links von der Vennbahn motivieren uns jedoch immer weiter in die Pedale zu treten.

Unser Kampfgeist wird mit wunderschönen Aussichten belohnt!

Kilometer 160. Troisvierges, das Ende vom Vennbahnweg und unser Lunchstop ist ganz nah. Voller Vorfreude auf eine gute Portion Nudeln überprüfen wir auf der Karte, wie es weitergeht … um festzustellen, dass wir vor 40 Kilometern leider die falsche Abbiegung gewählt haben!

Statt links Richtung St. Vith weiterzufahren sind wir leider dem Weg geradeaus Richtung Malmedy gefolgt.

Ein folgenschwerer Fehler der uns fast 2 Stunden kostet sowie nochmal 30 extra Kilometer und etliche Höhenmeter!

Das ist die Stelle, an der wir uns verfahren haben. Statt links abzubiegen, sind wir weiter geradeaus gefahren. Ein folgenschwerer Fehler!

Nach insgesamt 190 Kilometern kommen wir endlich am Ende der Vennbahn, in Troisvierges an.

Wir möchten nur noch runter vom Fahrrad, rein ins Warme und endlich etwas richtiges Essen. Mein Dad, der in Troisvierges auf uns gewartet hat, hat ein tolles Restaurant gefunden, dass extra für uns ein bisschen länger geöffnet hat.

In Troisvierges haben wir meinen Dad Bernd zum Mittagessen getroffen. Mit 1.98m ist er der größte Fahrer im Universal Traveller Cycling Club!

Wir stärken uns mit Spaghetti Carbonara und Lasagne. Dazu gibt es alkoholfreies Bier mit Sprite. “Panache” nennt man das Getränk hier.

Von Troisvierges, dem Ende der Vennbahn sind es 125km zurück bis Aachen.

Nach einer guten Stunde heisst es zurück auf die Räder, damit wir vor Sonnenuntergang zurück sind.

Den ersten Kilometer rollen wir gemütlich bergab, dann geht es jedoch plötzlich 10% bergauf, mit vollem Magen. Na toll!

Wir motivieren uns mit der Tatsache, dass die Strecke ab jetzt tendenziell bergab führt und wir bis nach Hause hauptsächlich Rückenwind haben werden.

Nachdem wir den Hügel bewältigt haben machen wir richtig Kilometer. Wir wechseln uns jeden Kilometer mit der Führungsarbeit ab und schaffen es so relativ locker einen 40er Schnitt hinzuknallen.

Trotz unserer hohen Geschwindigkeit wird es langsam dunkel und wir sind immer noch mehr als 30 Kilometer von zu Hause entfernt.

Das wird ‘ne knappe Kiste!

Es wird langsam dunkel und wir sind immer noch nicht daheim.

Nach insgesamt 340 Kilometern und über 13 Stunden im Sattel erreichen wir Holzweiler. Ab hier sind es nur noch 10 Kilometer bis nach Hause.

Mittlerweile ist es jedoch richtig dunkel. Ohne Beleuchtung ist es unmöglich sicher weiterzufahren. Um uns und andere nicht in Gefahr zu bringen entscheiden wir uns die Tour hier zu beenden.

Wir sind richtig happy unser Ziel nicht nur erreicht, sondern mit 40 extra Kilometern deutlich übertroffen zu haben.

Die Beine fühlen sich immer noch gut an und wir sind uns einig, dass wir durchaus noch ein paar Kilometer weiterfahren könnten.

Nächstes Ziel 400 Kilometer!?

Eine spontane Aktion vom Universal Traveller Cycling Club (UTCC).

Lust unsere Tour nachzufahren? Lade die Route mit Höhenprofil von Komoot herunter

Zeitungsbereicht über unsere Tour

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