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Chefchaouen, Marokko – Die blaue Stadt in den Grünen Bergen

Von Tanger aus nehme ich den Bus nach Chefchaouen, einer kleinen Stadt im Nordwesten von Marokko .

Sie liegt im Rif-Gebirge und ist etwa 110 Kilometer von Tanger entfernt. Die Fahrt mit dem Bus dauert drei Stunden und kostet 45 DH (~ 4 €). Chefchaouen ist ziemlich berühmt für seine blauen Gebäude.

Der Name bezieht sich auf die Form der Berggipfel oberhalb der Stadt, die wie die beiden Hörner (chaoua) einer Ziege aussehen.

“Chef Chaouen” leitet sich von dem berberischen Wort für Hörner ab, Ichawen.

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Am Busbahnhof treffe ich Marcus und Christoph, zwei Backpacker aus Deutschland.

Wir tauschen unsere Reisepläne aus und beschließen, gemeinsam nach einem Platz zum Schlafen zu suchen.

Sie lebten in Wien und waren bereits nach Spanien und Portugal gereist. Wir finden ein sehr schönes Hotelzimmer mit einer schönen Aussicht auf die Stadt.

Wir stellen unser Gepäck ins Zimmer und können es kaum erwarten, die kleinen Gassen zu entdecken.

Wenn ich durch die Straßen gehe, wünsche ich mir, mit meinen Augen fotografieren zu können. Es ist definitiv einer der schönsten Orte, die ich je besucht habe.

Alle Gebäude sind liebevoll in Blau gestrichen, und viele Details und Farbkontraste verleihen der Stadt eine entspannte Atmosphäre.

Die Einwohner von Chefchaouen verkaufen sehr schöne Dinge wie Bilder und Kleidung auf der Straße.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Großstädten sind sie freundlich, und du kannst in aller Ruhe durch die Gassen gehen.

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Die Zeit vergeht wie im Flug und es wird bereits dunkel. Wir genießen noch eine Weile die Aussicht auf der Dachterrasse, bevor wir endlich ins Bett gehen.

Wir beginnen den nächsten Tag mit einem leckeren Frühstück in einem kleinen Restaurant.

Für etwa 45 DH bekommen wir frisch gepressten Orangensaft, einen heißen Minztee und Brot mit Käse, Honig und Tomaten.

Über die Website couchsurfing.com lerne ich ein Mädchen kennen, das seit vielen Jahren in Chefchaouen lebt.

Sie zeigt uns ihre Stadt und wir führen ein paar nette Gespräche. Sie mag ihre Stadt wirklich sehr, aber auf der anderen Seite hat sie auch erwähnt, dass es nach einer Weile etwas langweilig wird.

Jeder kennt jeden und es gibt nicht so viel zu tun.

Außerdem kann sie nicht leben, wie sie will; es gibt einen großen Druck auf die Menschen, nach den Traditionen und der Religion zu leben.

Ich genieße die entspannte Atmosphäre und fühle mich sehr wohl. Allerdings würde ich auch nicht für längere Zeit dort leben wollen.

Für ein paar Tage ist es ganz nett, ein guter Ort, um sich von all dem Stress zu erholen und über viele Dinge nachzudenken; aber es ist kein Ort, um für immer zu bleiben.

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Wenn du in Chefchaouen bist, lohnt es sich auf jeden Fall, zur spanischen Moschee hinaufzugehen.

Doch der atemberaubende Blick über die Stadt mit den Bergen im Hintergrund lohnt den Spaziergang.

Eine weitere empfehlenswerte Attraktion ist das Akchour-Tal, das etwa 30 Kilometer entfernt ist und 25 DH mit dem Taxi kostet.

In Akchour gibt es viele beeindruckende Wasserfälle und Wanderrouten durch die Berge.

Es ist auch ein guter Ort zum Klettern. Das Highlight ist jedoch eine natürliche Brücke, die auch Gottes Brücke genannt wird.

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