Asolo, Italien, steht wahrscheinlich nicht auf der Reiseroute vieler Amerikaner. Bei mir war es das nicht und ich bin mir nicht sicher, ob es das jemals gewesen wäre, aber unsere Reiseberaterin, Heva Wiener von Aladin Travel, hat es aus dem Park gestrichen.
Wir waren auf der Suche nach einem Ort, der es uns ermöglicht, einen Tagesausflug nach Venedig zu machen und gleichzeitig auf der weniger befahrenen Straße zu bleiben. Asolo ist genau das.
Warum Asolo wichtig ist: Die DOCG Prosecco Verbindung
Der Anspruch auf Ruhm ist relativ neu. Asolo ist die Heimat des DOCG Prosecco. Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG) ist die höchste Weinklassifizierung Italiens, die vom Rat für die Qualität der Trauben und die Produktionsstandards festgelegt wurde. Weine, die unter DOCG hergestellt werden, gelten als die besten italienischen Weine.
Asolo ist eine von nur zwei Hügelzonen in Italien, die den DOCG-Status erhalten haben – sehr, sehr exklusiv. Mit dem Aufschwung des hochwertigen Prosecco wird Asolo immer mehr zum Ziel für Weinliebhaber. Wir wussten das schon vor der Reise, aber wir wussten es erst nach unserer Ankunft richtig zu schätzen. Und jetzt, wo wir angekommen sind, möchte ich dir eines meiner neuen Lieblingshotels vorstellen: das Albergo Al Sole.
Erste Eindrücke: Albergo Al Sole
Der Charme, das Design und die eleganten Nuancen des Al Sole fallen sofort auf, wenn du durch die Türen trittst. Die kultivierte Atmosphäre ist eine wunderbare Überraschung für ein Hotel mit 23 Zimmern, das auf einem steilen Hügel in einer Ecke der Stadt versteckt liegt.
Das Al Sole ist seit den 1920er Jahren in Betrieb und wurde einst von Berühmtheiten geschätzt. Heute führen die Schwestern Silvia und Elena das Hotel, das 2010 mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde.
Die Lobby: Das Gefühl einer kleinen Kunstgalerie
Die Lobby des Al Sole erinnert an eine kleine Kunstgalerie. Die helle, fröhliche Atmosphäre macht sich auch an einem regnerischen Nachmittag gut.
Das schlichte Weiß und die neutrale Farbpalette ergänzen den europäischen Übergangsstil. Klare Linien, Ohrensessel und der Steinkamin verankern den Raum, ohne zu beeindrucken. Das weiche, aber dennoch souveräne Design wirkt selbstbewusst und lädt dazu ein, eine Weile zu bleiben.
Räume und Design: Einfach, schick und einzigartig
Jedes Zimmer, von den Einzelzimmern über die Junior-Suiten bis hin zu den Familienzimmern, ist einzigartig eingerichtet. Das schlichte, schicke Design ist unaufdringlich und dennoch elegant. Das antike Mobiliar wird auf moderne Weise präsentiert und bietet Komfort und eine traditionelle Ästhetik.
Unser Aufenthalt: Corner Junior Suite Details
Wir wohnten in einer Eck-Junior-Suite mit einem würdigen Kingsize-Bett im viktorianischen Renaissance-Stil und passenden Beistelltischen. Die beiden Fenster, die von marmorierten, raumhohen Vorhängen eingerahmt waren, tauchten den Raum in warmes, einladendes Licht.
Der geräumige Kleiderschrank, die mit Marmor verkleidete Kommode und der Schreibtisch ergänzten das reiche italienische Landhausdesign. Das helle und luftige Badezimmer wurde mit geblümten Kacheln, einem freistehenden Waschbecken und einer begehbaren Dusche verziert.
Ein verstecktes Highlight: Der Gratta di Bacco Private Dining Room
Ein heimliches Highlight des Al Sole ist der private Speisesaal, die Gratta di Bacco. Die minimalistische italienische Grotten-Weinkellerei liegt etwas abseits des Foyers und ist unerwartet.
Die abgenutzten Gipswände und unregelmäßigen Oberflächen stammen aus dem 16. Jahrhundert und werden ehrfürchtig behandelt, denn die Zeit selbst ist das wichtigste Dekor.
Die ruhige, moderne Designsprache der Lobby fühlt sich hier wie zu Hause und hallt in diesem kuratierten, skulpturalen Raum wider. Es ist leicht, sich einen intimen, langen Abend mit vielen Gängen, gemütlichen Gesprächen und mehr als nur ein paar Flaschen Wein vorzustellen.
Essen gehen im La Terrazza: Ein genussvolles Restaurant-Erlebnis
Was das Essen und den Wein angeht, so ist das La Terrazza, das Restaurant des Hotels, eine wahre Freude. Im obersten Stockwerk gelegen, bringen die großen Fenster Luft und Licht in den Raum, der durch niedrige Decken und Parkettböden angenehm ausgeglichen wird.
Die reichhaltige Speisekarte bietet exotische und berauschende Gerichte wie Römische Artischocke mit Blauschimmelkäse und Wachtelei. Lokale Zutaten glänzen in Kreationen wie Hanf- und Holzkohlegnocchi mit Fenchelfleischsauce. Die Gerichte sind tadellos angerichtet und zeigen die Kunstfertigkeit, die hinter jeder kulinarischen Kreation steckt.
Schlussgedanken
Asolo ist wunderbar. Abseits der ausgetretenen Pfade macht die kleine Stadt ganz leise den richtigen Lärm.
Das Albergo Al Sole ist allein schon ein Grund für einen Besuch. Die kleinen Geschäfte, Cafés, Märkte und die vielschichtige Geschichte machen die Reise zu etwas ganz Besonderem.
